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Ertrinken geht schnell! Wissenswertes für die Badezeit.

by Urlaubs-Clou | enthält Werbung

Kinder, die im Wasser spielen, machen Lärm. 
Sobald es still wird: Schaut nach, was los ist!

Dieses Thema liegt mir wirklich sehr am Herzen. Immer wieder beobachte ich, wie Eltern sich unbekümmert sonnen, lesen, auf ihr Handy schauen oder mit anderen unterhalten.

Darum möchte ich dieses wertvolle Wissen mit euch teilen. Wenn jeder mit aufpaßt, steht der nächsten unbeschwerten Badezeit nichts im Wege. Jeder sollte die wichtigsten Baderegeln kennen und aufmerksam sein, wenn es um Spaß am und mit Wasser geht. Die Gefahr, die von Wasser ausgeht, ist nicht zu unterschätzen.

Sei es in der Badewanne, dem Gartenteich, der Pool bei Freunden oder im Ferienhaus. Selbst Pfützen, Eimer und andere Wasserstellen können schnell zur Gefahr für Kleinkinder werden. Im Schwimmbad, Badesee oder Strand ist man aus Erfahrung meist auf die Situation eingestellt.

 

Ertrinken-geht-schnell_Gefahren_Gartenteich_Badewanne_Pfütze
Wasserstellen wie Gartenteich, Badewanne oder Pfütze sind unerwartete Gefahren für Kleinkinder

 

Wasserspaß statt Tragödie

Es gibt nichts Schöneres als glückliche, spielende Kinder. Wenn ich die entzückenden Kinderstimmen höre, fröhliches Quieken und Lachen, dann springt mein Herz vor Freude. Zum Glück geht meistens alles gut. Wir Erwachsenen sollten uns hin und wieder ruhig eine Scheibe von der Leichtigkeit der Kinder abschneiden. Doch, wenn ich mich mit dem Thema Erste Hilfe beschäftige und mir meiner Verantwortung als Mutter bewusst werde, muss ich mit Erschrecken feststellen, wie wenig ich selbst weiß, wenn es darum geht, Erste Hilfe zu leisten. 

Um Erste Hilfe leisten zu können, sollte man allerdings auch die Gefahr schnell genug erkennen. Wusstet ihr, dass Ertrinken meist leise ist? Und es geht schneller, als man denkt:

Rettungsring

Ertrinken geht schnell:
Wenn ihr nur eine halbe Minute wegschaut, kann es schon zu spät sein. 

Ertrinken ist still: 
Schock und Atemnot machen Hilferufe unmöglich. Statt mit dem Armen um Hilfe zu winken, strecken Ertrinkende instinktiv die Arme seitlich aus, die Beine werden kaum benutzt. Das Gesicht liegt meist im Wasser, der Blick ist glasig oder die Augen geschlossen.  

Ertrinken wird oft nicht erkannt. 
Es ist der zweithäufigste Unfalltod bei Kindern unter 15 Jahren und passiert oft auch dann, wenn Erwachsene hinschauen.
Bis zu 3 Jahren erstarren Kinder vor Angst, können ihren Kopf nicht mehr anheben oder sich aufstellen.

Eine Wassertiefe von nur 5 cm kann ausreichen, damit ihr Wasserspaß zur Tragödie wird. 

 

Jede Sekunde zählt

 

 

Die wichtigsten Baderegeln für Kinder

  • Sag immer Bescheid, bevor du ins Wasser gehst. Mach Schwimmübungen, Tauchversuche und Sprünge nur unter Aufsicht.
  • Geh nur baden, wenn du dich wohl fühlst. Kühl dich vorher ab und dusche. Wenn du frierst oder erschöpft bist, komm sofort aus dem Wasser raus.
  • Überschätze dich nicht!
  • Nichtschwimmer dürfen nur bis zum Bauch ins Wasser.
  • Bade nie mit vollem oder ganz leerem Magen.
  • Rufe nur um Hilfe, wenn du wirklich in Gefahr bist. Achte auf andere  Menschen im und am Wasser und hol Hilfe, wenn sie es brauchen.
  • Bade niemals bei Gewitter. Komm sofort aus dem Wasser und gehe in ein festes Gebäude.
  • Bade nicht dort, wo Schiffe oder Boote fahren und halte dich nicht unter Rutschen und Springtürmen auf.
  • Springe nur ins Wasser, wenn es frei und tief genug ist und du gut genug schwimmen kannst.
  • Halte das Wasser und seine Umgebung sauber. Müll gehört in die Tonne.
  • Aufblasbare Schwimmhilfen machen das Baden nicht sicher.

 

Ertrinken-geht-schnell_Seepferdchen_Schwimmabzeichen
Schon gewusst? Das Schwimmabzeichen "Seepferdchen" könnt ihr unabhängig von einem Schwimmkurs beim Bademeister absolvieren

 

Daran erkennt ihr, wenn jemand ertrinkt:

Help

  • Kopf und Mund tauchen immer wieder ins Wasser ein, für Hilferufe fehlt schlichtweg die Puste.
  • Die Augen sind glasig, leer oder geschlossen.
  • Die Arme sind seitlich ausgestreckt und drücken aufs Wasser – ein instinktiver Versuch, den Körper nach oben zu drücken.
  • Der Körper ist aufrecht im Wasser, die Beine werden nicht benutzt.
  • Der Kopf ist nach hinten geneigt und unter Wasser, der Mund offen.
  • Haare hängen vor der Stirn oder in den Augen
  • Schwimmversuche bleiben erfolglos.
  • Auch Badende, die panisch winken und um Hilfe rufen, können in Not sein. Anders als still Ertrinkende können sie aber noch zu ihrer Rettung beitragen.

 

SOMMERZEIT IST BADEZEIT

Ob Schwimmbad oder am Strand … bitte lasst planschende und badende Kinder nicht aus den Augen und der Griffweite. Egal, wie flach oder tief das Wasser 🐟 🛁 ist, ob das Kind Schwimmhilfen trägt oder schon das Seepferdchen hat.

Seid Vorsichtig und wachsam  

Passt also auch am Gartenteich auf, bei Pfützen, Eimern und allen anderen Wasserstellen. Auch größere Kinder (und Erwachsene), die schwimmen können, ertrinken. Seid deshalb vorsichtig und lasst die Kinder nie, nie, niemals unbeaufsichtigt am oder im Wasser spielen! 

 

Ertrinken-geht-schnell_Seepferdchen

 

Wie geht ihr mit dem Thema Wasser um? Welche Regeln habt ihr?
Schreibt gerne von euren Erfahrungen. Nutzt dazu einfach das Kommentarfeld unten. Wir freuen uns immer sehr über Inspiration und den Austausch mit anderen Familien. Wenn euch dieser Artikel gefällt, teilt das Wissen mit euren Freunden.

 

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Habt eine entspannte Zeit mit der Familie!
Eure Jasmin von Urlaubs-Clou

 

Text: Urlaubs-Clou  
Fotos: DLRG

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